Schulfahrten mit sportlichem Schwerpunkt PDF Drucken

Wintersport am THG als unverzichtbarer Bestandteil schulischen Lernens und Erziehens

Vor dem Hintergrund einer breiten öffentlichen Diskussion zum Thema mangelnde Bewegungserfahrung und mangelnder konditioneller Eigenschaften wird der Schulsport immer mehr gefordert, einen Beitrag zur dringend notwendigen Gesundheitsförderung zu leisten, um damit die allgemeine Lebensfreude und damit auch die schulischen Leistungen in den rein kognitiven Fächern zu stärken.

„Bewegung, Spiel und Sport“ in der Schule haben eine wichtige Funktion für die Entwicklung der Kinder und leisten einen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention. Darüber hinaus können sie Grundstein für den außerschulischen Sport bzw. für ein lebenslanges Sporttreiben sein.

Neben den oben skizzierten Defiziten haben der Mangel an Naturerfahrungen und der Mangel an Bewegungsreizen im häuslichen Umfeld eine Einschränkung der Erlebnisfähigkeit zur Folge. Die in den Lehrplänen ausdrücklich geforderten Klassen- bzw. Kursfahrten mit sportlichem Schwerpunkt stellen hier einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklungs- und Gesund-heitsförderung.

U. a. finden aus diesem Grunde am THG seit über 20 Jahren Klassenfahrten mit wintersportlichem Schwerpunkt in der Jahrgangstufe 8 (zukünftig voraussichtlich 7) als fester Bestandteil des Unterrichts (3. Sportstunde) statt.
Skifahren bietet eine Reihe von nicht alltäglichen Lerngelegenheiten: Im Schulskikurs kann es nicht nur um das individuelle Erlernen bestimmter Techniken des Skisports gehen, vielmehr soll das Skifahren Bestandteil eines Gruppen-, Natur- und Bewegungserlebnisses sein.
Gemeinsame Aktivitäten, Abenteuer und Erlebnisse stärken das Gruppengefühl und die Klas-sengemeinschaft. Vielfältiges, freudvolles Erleben und Bewegen in der freien Natur fern von schulischen Zwängen steigert das Wohlbefinden und weckt auch Interesse und Verständnis für den Schutz der Natur.
Mit solchen Zielsetzungen lässt sich ein Schulskikurs als pädagogisch sinnvolle Klassenfahrt in der Schule begründen. Die ökologischen Gefahren des Wintersports brauchen dabei keineswegs verschwiegen werden, vielmehr werden sie im Unterricht fächerübergreifend thematisiert.
Weiterhin leitet sich die pädagogische Legitimation wintersportlicher Aktivitäten aus dem Lehrplan (Inhaltsbereich 8 – Gleiten, Fahren, Rollen mit den profilbildenden pädagogischen Perspektiven: Wahrnehmungsfähigkeit verbessern, Bewegungserfahrung erweitern) ab.

Die Fachschaft Sport hat hierzu eine Handreichung („Ski Alpin am THG“) als Leitfaden und Orientierungshilfe für die Planung und die Durchführung für die Schulskiwoche erarbeitet.

Ausbilder sind Sportlehrer und KollegenInnen, die über eine entsprechende Qualifikation verfügen, regelmäßige Fortbildungen sind Teil des Programms.
Aber auch die Schulsporthelfer mit entsprechenden Fähigkeiten begleiten die Klassen, um erste Aufgaben bei der Ausbildung unter Aufsicht übernehmen zu können.
Weiterhin rundet die mögliche Teilnahme der Klassenlehrer das pädagogische Konzept ab.


Erfahrungs- und Lernfeld:

 

  • Förderung der dynamischen Gleichgewichtsfähigkeit
  • Erleben und Beherrschen der Geschwindigkeit
  • Erfahren von Flieh- und Beschleunigungskräften
  • Verantwortlicher Umgang mit sich selbst, Materialien und der Umwelt
  • Erfahren und erleben eines größeren individuellen Aktionsradius



Erwartete Kompetenzen:


•  Bewegungen des Gleitens ausführen

o  inhaltsbezogen:

  • kontrolliertes Bewegen in der Gruppe
  • gesteuerte Richtungsänderung und sicheres Bremsen
  • entwickeln von Spielformen und Kunststücken
  • sicheres Beherrschen technischer Grundformen


o  prozessbezogen:

  • rücksichtvolles Handeln und erkennen unterschiedlicher Leistungsniveaus
  • beschreiben von Bewegungsproblemen
  • entwickeln von methodischen Vorschlägen zum Erwerb von Fähigkeiten
  • sich selbst und andere realistisch einschätzen
  • Lernsituationen selbstständig gestalten



•  Öffentliche Räume mit angemessenem und rücksichtvollem Verhalten nutzen


o inhaltsbezogen:

  • Regeln aufstellen, akzeptieren und einhalten
  • Notfallmaßnahmen beim Unfall kennen sowie Materialkenntnisse

 

o  prozessbezogen:

  • erkennen der Notwendigkeit von vorhandenen und neu erstellten Regeln
  • benennen von Art und Zweck von Notfall- und Schutzmaßnahmen



•  Kondition im Umgang mit den gleitenden Geräten

o  inhaltsbezogen:

  • bewältigen einer gegebenen Strecke schnell und / oder ausdauernd
  • planen und bewältigen einer selbst gewählten Strecke


o  prozessbezogen:

  • gestalten des Lernprozesses unter Trainings- und Sicherheitsaspekten

 

Ansprechpartner: Herr Sonnenschein

 

 

 

 

Kontakt

Theodor Heuss Gymnasium (THG)
Humpertstr. 19, NRW
58097 Hagen

Telefon: 0 23 31 / 98 18 90
Telefax: 0 23 31 / 98 18 949

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