Sporthelfer-Konzept am Theodor-Heuss-Gymnasium Hagen (Stand: September 2010)
1. Sporthelfer - was ist das?
Sporthelferinnen und Sporthelfer sind speziell ausgebildete Schülerinnen und Schüler an Schulen, die Bewegungs-, Spiel und Sportangebote für Mitschülerinnen und Mitschüler im außerunterrichtlichen Sport und im Ganztag ihrer Schule gestalten und durchführen. Tätigkeitsfelder der Sporthelferinnen und Sporthelfer sind: Pausensport, Schulsportgemeinschaften, Schulsportfeste, sportorientierte Projekte und Schulfahrten, Mitwirkung in den Mitbestimmungsgremien der Schule, Fachkonferenz Sport, Schülerselbstverwaltung und natürlich bringen Sporthelfer/innen viele eigene Ideen ein! Sporthelferinnen und Sporthelfer können auch in Sportvereinen eingesetzt werden.
2. Sporthelfer am THG
Die Ausbildung für Sporthelferinnen und Sporthelfer richtet sich an Jungen und Mädchen der 8. und 9. Klassen, die daran interessiert und dazu geeignet sind, Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche in Schulen oder in Sportvereinen zu organisieren und zu betreuen. Um sich als Sporthelfer/in zu qualifizieren, müssen die Schülerinnen und Schüler nicht Mitglieder in einem Sportverein sein. Am THG wurden im Juni 2010 zwanzig Jungen und Mädchen der Jahrgangsstufen 8 und 9 in einem 4-tägigen Kompaktseminar in der Landesturnschule Schloss Oberwerries ausgebildet. Die hierfür speziell qualifizierten Ausbilder Jan Randzio, Bodo Sonnenschein und Sandra Steinhoff koordinieren seit Juli 2010 den innerschulischen Einsatz der Sporthelfer. 3. Einordnung und Bedeutung
Die Sporthelferausbildung findet ihre Bedeutung in dreierlei Hinsicht wieder. Erstens kommt sie dem Sporthelfer selbst, dem individuellen Schüler zugute, indem ein immenser Zuwachs zur Persönlichkeitsbildung geleistet wird. Der Schüler erfährt den Wert von Partizipation, Teil eines großen Ganzen zu sein und daran mitzuwirken. Hier werden durch Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit Grundsteine der Persönlichkeitsentwicklung gelegt. Die berufliche Bildung der Sporthelfer wird durch die Teilnahme an der Ausbildung schon in kleinem Maße vorbereitet, denn die Sporthelferausbildung kommt der Gruppenhelferausbildung I des LSB gleich. Jederzeit kann der Einzelne selbst darauf aufbauen und an Weiterbildungsmaßnahmen bspw. zur Trainerausbildung teilnehmen. Weiterhin profitiert die Schule, hier das System „bewegte Schule“ im Rahmen des Ganztags, von der Arbeit der Sporthelfer. Die Sporthelfer sind Teil des ganzheitlichen Konzepts des Ganztags des THGs und finden vor allem auch hier ihren Einsatz. Wie schon erwähnt haben die Schüler durch den Erwerb des Zertifikats des Sporthelfers eine erste Grundlage zur Mitarbeit im Verein erworben. Hier wird somit die dritte Bedeutung der Sporthelferausbildung deutlich, die Förderung von Vereinsmitarbeit und der Beitrag zur Kooperation von Schule und Verein.
4. Lernbereiche der Ausbildung
Die Sporthelferausbildung besteht aus 4 Lernbereichen. Der Lernbereich 1 beinhaltet die Themen „Sich als Sporthelferinnen und Sporthelfer finden“ und „Person und Gruppe“ und umfasst mindestens 6 Lerneinheiten. Der Lernbereich 2 beinhaltet das Themen „Bewegungs- und Sportangebote erleben und sich damit auseinandersetzen“ und umfasst mindestens 10 Lerneinheiten. Der Lernbereich 3 beeinhaltet das Thema „Beteiligung bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Angeboten“ und umfasst mindestens 10 Lerneinheiten. Der Lernbereich 4 beinhaltet das Thema „Schule, Sportverein und organisierter Sport“ und umfasst mindestens 4 Lerneinheiten. Während der Sporthelferausbildung am THG wurde insbesondere Wert auf die ständige Theorie-Praxis-Verknüpfung gelegt, so dass nie Theorieblöcke isoliert erarbeitet wurden. Vielmehr wurden die Schüler ständig angehalten, Gelerntes unmittelbar umzusetzen und mit der Lerngruppe zu erproben. Der Großteil der Lerneinheiten wurden in einer sehr gut ausgestatteten 3-Fach-Sporthalle durchgeführt, so dass die Bedingungen für die Theorie-Praxis-Einbettung optimal waren.
5. Die Lehrerfortbildung
Die 3 Ausbilder des THGs haben regulär an der Fortbildung zur Ausbildung von Sporthelfern durch die Bezirksregierung teilgenommen. Die Materialien, die den Ausbildern hier zur Verfügung gestellt wurden, wurden durch die Sportjugend NRW erstellt. Im Rahmen der Lehrerausbildung kamen vor allem folgende die Organisation der Ausbildung betreffende Themen zum Tragen: Auswahl der Schülergruppe, Dauer der Ausbildung, Gruppengröße, schulrechtlicher Rahmen und Finanzierung. Die Ausbilder werden in ihrer Arbeit auch nach der Ausbildung regional weiter beraten und begleitet durch den Erfahrungsaustausch über die Regionalkoordinatoren in den Regierungsbezirken.
6. Sporthelfer im Einsatz am THG
Seit Juli 2010 sind die 20 Sporthelfer am THG im Einsatz. Ihre Aufgabenbereiche umfassen das Planen von Sportangeboten, das Leiten von Spotangeboten, das Vertreten von Sportinteressen, das Durchführen von Pausensportaktivitäten, das Mithelfen bei Schulsportfesten und Wettkämpfen, das Gestalten von Bewegungsprojekten, die Begleitung von Schulfahrten und die Mitwirkung am Schulprofil. Ganz konkret haben die Sporthelfer seit Juli 2010 folgende Aktivitäten am THG ausgeführt: im Juli 2010 haben sie die Betreuung der Sportangebote im Rahmen des kulinarischen Abends und die Organisation und Durchführung der Spielstationen im Rahmen der Aktion Tagwerk: „Ein Tag für Afrika“ übernommen. Seit Beginn des Schuljahres 2010-11 führen sie die Sportangebote im Rahmen des Ganztags der Jahrgangsstufe 5 in der Mittagspause durch. Hier werden auf dem Schulhof und in der THG-Halle die Aktivitäten Hallenhockey, Fußball, Basketball und kleine Spiele angeboten.
7. Planung 2011
Im März 2011 werden ausgewählte Sporthelfer an der Schulskifahrt des Jahrgangs 8 teilnehmen und hier zu Skibetreuern ausgebildet werden, so dass sie in Zukunft bei Schulskifahrten als Betreuer zur Verfügung stehen. Dies geschieht vor allem vor dem Hintergrund, dass im Jahre 2012, im Zuge der Umstellung der Skifahrt von Jahrgang 8 auf 7, die Jahrgänge 7 und 8 an der Skifahrt teilnehmen werden, und hier eine doppelte Anzahl an Betreuern erforderlich sein wird. Ab Mai 2011 werden die Sporthelfer für die Ausgabe von Spielgeräten und –materialien in den Pausen eingesetzt werden. Die Sporthelfer haben individuell die Möglichkeit, fachverbandsspezifisch weiteraufbauende Qualifizierungsmaßnahmen zu Übungsleitern bzw. Jugendleitern zu durchlaufen. Weiterhin findet regelmäßig eine Fortbildung in Zusammenarbeit mit den Ausschüssen für den Schulsport statt, an der die Sporthelfer zusammen mit den Ausbildern teilnehmen.
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