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Schüler helfen Schülern ist ein Baustein der individuellen Förderung am THG. Leistungsstarke Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 13 unterstützen jüngere Mitschüler, die in einem Fach Hilfe benötigen. Aufbauend auf diese alte Tradition am THG ist das Projekt im Schuljahr 2008/2009 ausgeweitet worden und seitdem zu einem breiten Angebot für alle Schüler geworden. Für die älteren Schüler besteht hier die Möglichkeit, sich mit ihren fachlichen und auch persönlichen Stärken zum Wohl jüngerer Mitschüler in der Schulgemeinschaft einzusetzen. Eine kleine finanzielle Unterstützung erhöht den Anreiz, sich zur Verfügung zu stellen, ebenso wie eine Zeugnisbemerkung zum Engagement. Die jüngeren Schüler profitieren davon, dass in der Regel relativ zügig passende, „hauseigene Lernexperten“ gefunden und relativ unkompliziert Treffen in der Schule vereinbart werden können. Wir hoffen zudem, dass sich über die Jahre ein stärkeres Gefühl des Miteinanders anstatt des Nebeneinanders entwickelt. Jüngere Schüler merken, dass sie nicht allein gelassen werden, sondern dass sie Unterstützung von Mitschülern erhalten, „die im gleichen Boot sitzen“ und erfolgreich sind. Ältere Schüler lernen, sich für die Entwicklung der „Kleinen“ mitverantwortlich zu fühlen, helfen „ihnen auf die Sprünge“ und geben ihre Erfahrungen weiter. (vgl. auch Wertekonzept)
Organisation
In den Wochen zwischen den Sommer- und den Herbstferien werden alle Kollegen schriftlich gebeten, die Schüler der Jahrgänge 10 bis 13 zu benennen, die sie im vorangegangenen Schuljahr unterrichtet haben und sowohl fachlich als auch persönlich für geeignet halten, im Rahmen von Schülern helfen Schülern mitzuarbeiten. Die im Rücklauf genannten Schüler erhalten ein Anschreiben, indem ihre grundsätzliche Bereitschaft zur Teilnahme am Projekt angefragt wird. Die Namen derjenigen, die mitmachen würden, werden nach Fächern getrennt in Karteien geführt, die je ein Beauftragter der Fachschaften Deutsch, Englisch, Französisch, Latein und Mathe übernimmt. Das Kollegium wird jedes Jahr wieder (insbesondere vor Elternsprechtagen) an das Angebot erinnert und gebeten, Schüler und Eltern bei Bedarf erneut darauf hinzuweisen. Viertklässlereltern werden jährlich am Informationsabend im Januar in Kenntnis gesetzt, alle anderen Eltern erfahren in Elternbriefen davon. Wird eine Förderung durch Eltern nachgefragt, bemüht sich der zuständige Kollege einen möglichst passenden Schüler zu finden und den Kontakt herzustellen. So wird zum Beispiel versucht, einen gleichgeschlechtlichen Schüler zu finden, um hier die Vorbildfunktion zu nutzen, die der Ältere dann umso mehr für den jüngeren haben könnte. Zum Anderen suchen wir zunächst nach Schülern, die im betroffenen Fach vom gleichen Lehrer unterrichtet werden. Dies erleichtert die angestrebte enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Schülern und dem Fachlehrer und verspricht eine möglichst bedarfsgerechte, individuelle Förderung.
Eine schriftliche Anmeldung sowie eine Kurzdokumentation über die Lerninhalte der Treffen geben beiden Partnern eine gewisse Verbindlichkeit vor, so dass mit einer größeren Verlässlichkeit bei der Zusammenarbeit gerechnet werden kann. Auf diese Weise konnten im Schuljahr 2008/2009 etwa 80 Schüler von 40 Schülern und im Schuljahr 2009/2010 etwa 60 Schüler von 30 Schülern gefördert werden.
Aussichten
Im Überblick zeigt sich, dass fast alle geförderten Schüler das Klassenziel erreicht haben und versetzt worden sind. Um den Zusammenhang zwischen dieser Förderung und Lernerfolg deutlicher zu erfassen und gegebenenfalls Abläufe zu optimieren, sollen Evaluationskriterien und –instrumente entwickelt werden.
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